Projekt

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satt & schlau kümmert sich um sechs- bis zehn jährige Grundschulkinder aus sozial schwierigen Verhältnissen, die aus unterschiedlichen Gründen keine ausreichende Unterstützung von ihren Eltern erhalten können. Die von der Schule organisierte Nachmittagsbetreuung, die Offene Ganztagsschule, kurz OGTS, kann die Defizite dieser kleinen Menschen nicht immer alleine ausgleichen. Solche Kinder brauchen zusätzliche Hilfe von außen. Diese Unterstützung versucht satt & schlau zu geben. Das Projekt basiert auf einem Konzept, das sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzt, die an jedem Standort wiederkehren:

a. satt & schlau arbeitet an jedem Standort jeweils mit einer Grundschule und der dazugehörigen OGTS (Offene Ganztagsschule) zusammen. satt & schlau ergänzt das Angebot der Schule. Die Lehrerschaft bestimmt im Zusammenwirken mit der OGTS sowie mit den Eltern, welche Kinder zu satt & schlau kommen dürfen.

b. satt & schlau nutzt Fazilitäten bestehender Einrichtungen in der Nähe der Schule oder Räume in der Schule selbst.

c. satt & schlau betreut ausschließlich in kleinen Gruppen von maximal zehn oder elf Grundschülern. Gefördert wird montags bis donnerstags von 12 bis 16 Uhr.

d. Die Betreuung leisten hauptamtliche Kräfte, die beim Malteser Hilfsdienst e.V. angestellt sind, sowie ehrenamtlich engagierte Erwachsene. Jeden Tag stehen jeweils drei Betreuer für die kleinen Gruppen zur Verfügung – zwei hauptamtliche und eine ehrenamtliche Kraft. Jeder Standort verfügt über ein eigenes Betreuungs-Team.

e. Der Fokus dieses sozialen Malteser Dienstes liegt auf Hausaufgabenbetreuung, Lernhilfe und Kreativem. Das Mittagessen gehört dazu, weil es Teil eines kindgerechten täglichen Rhythmus sein sollte und weil leere Mägen schlecht lernen. Der Ablauf im Anschluss an den Schulunterricht ist bei satt & schlau klar strukturiert und an jedem Standort in ähnlicher Weise gestaltet.

satt & schlau betreibt inzwischen fünf Standorte, die entweder in einem sozialen Brennpunkt oder in einem schwierigen sozialen Umfeld mit einem entsprechend schwierigen Einzugsgebiet liegen.

In Chorweiler Nord, einem Brennpunkt im Norden Kölns, eröffnete satt & schlau im April 2012 den ersten Standort in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsgrundschule Merianstraße, und der Jugendzentren Köln GmbH, die hier Räume und zusätzliches Fachwissen zur Verfügung stellt. Die zweite Gruppe startete ein halbes Jahr später in Riehl. Dort ergänzt satt & schlau das Betreuungsangebot der Gemeinschaftsgrundschule Garthestraße und nutzt Räume der Katholischen Kirchengemeinde St. Engelbert und St. Bonifazius . Ende September 2013 folgte der dritte Standort im Kölner Norden, der in Heimersdorf. Dort arbeitet der soziale Dienst mit der Anna-Langohr-Schule zusammen, die gleichsam Räumlichkeiten für satt & schlau zur Verfügung stellt. Der vierte Standort befindet sich seit Anfang 2015 an der Sankt-Nikolaus-Schule in Zollstock. Auch dort darf satt & schlau in den Räumen der Schule arbeiten. Der fünfte Standort existiert seit Anfang 2016 in der Nähe des sozialen Brennpunktes am Kölnberg, in Meschenich. Hier wirkt satt & schlau im Verbund mit der Schule IM Süden und wiederum mit der Jugendzentren Köln GmbH.